MT "Böhlen / Vorwort    


 

                                            

       Vorwort                                                               Danksagung

            

Lieber/e  interessierter/te Besucher/in dieser Seite,
 
leider blieb es mir ein Leben lang versagt selbst zur See zu fahren. Obwohl, ... der heimliche Wunsch war doch schon vorhanden. Durch die Ereignisse im Oktober 1976 veränderte sich der Verlauf meines Lebens und der meiner Familie so drastisch, dass an solch einen Berufswunsch nicht mehr zu denken war.
Viele Stunden habe ich am PC verbracht und habe überlegt, wie und mit was ich diese Seite präsentieren sollte. Handelte es sich doch um ein sehr sensibles Thema. Ich habe meine ganzen Erinnerungen, meine Gefühle und meine Emotionen die ich mir über drei Jahrzehnte bewahrte, hier in diese Seite gelegt.
Da ich selbst ein Familienmitglied eines nicht Heim gekehrten Seemannes bin, ist es mir doppelt schwer gefallen diese ganzen Recherchen voran zu treiben. Gespräche, Besuche, viele Mails und Telefonate habe ich geführt, um nichts zu vergessen.
Es soll keine Wertung des Unglückes sein. Auch den Anspruch auf Vollständigkeit werde ich hier nicht erheben. Es ist vielmehr eine Erinnerung an Menschen, Kollegen, Freunde Angehörige und die damit verbundene Tragik des 14.10.1976. 
In der Schuldfrage spielten Staats -und Haftungsinteressen eine präsente Rolle. Fassungslos macht mich heute eine Tatsache, dass es so einfach gewesen wäre alle Seeleute lebend zu bergen. Wer, wann, wie und warum etwas hätte machen müssen ist wohl heute nach 30 Jahren aus meiner Sicht außen vor.  Es war ein schwarzer Tag für die betroffenen Familien, Angehörigen, Freunde, Bekannte und Kollegen und die schwerste Katastrophe in der Geschichte der Deutschen Seereederei. Viele Familien stürzte dieses Ereignis in eine tiefe Krise und veränderte alles.
 
In dem Dokumentarfilm des Herrn Erler sagte Manfred Schuh im Interview sehr treffend,
 
" vergessen kann man es vielleicht gar nicht,.....man  verdrängt es".
 
Lieber Herr Schuh, mit diesem Satz sprechen Sie mir aus der Seele.
 
 
 
Matthias Dietrich

 

 

                      

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